Erhalt der Gewerbeakademie in Schopfheim

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Die Gemeinde Kleines Wiesental ist durch Bgm. Stefan Niefenthaler und GRin Brigitte Schwarzwälder der IG angehörig. Es wäre wichtig, dass weitere Personen und insbesondere Handwerksbetriebe der IG beitreten würden.

Gewerbeakademie muss erhalten bleiben! 

Bürgermeister der Region appellieren an die Handwerkskammer 

Schopfheim. Mit großer Sorge verfolgen die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister des 
Mittleren und Oberen Wiesentals, Weil am Rhein, Binzen sowie der angrenzenden 
Kommunen im Landkreis Waldshut die aktuellen Entwicklungen rund um den Standort der 
Gewerbeakademie Schopfheim. Die derzeit im Raum stehende Schließung der für das 
regionale Handwerk bedeutenden Ausbildungsstätte wäre ein schwerer Rückschlag für die 
gesamte Region. 

Zwar ist eine endgültige Entscheidung über die Zukunft der Gewerbeakademie noch nicht 
gefallen und obliegt der Vollversammlung der Handwerkskammer, die im Herbst darüber 
beraten wird. Nach den bisherigen Aussagen der Spitze der Handwerkskammer erscheint 
eine Schließung des Standorts jedoch wahrscheinlich. Hintergrund ist die derzeit fehlende 
Förderfähigkeit aufgrund einer zu geringen Auslastung. 

Bereits im vergangenen Jahr hat sich deshalb eine Interessengemeinschaft (IG) zum Erhalt 
der Gewerbeakademie Schopfheim gebildet, in der sich unter anderem Bürgermeisterinnen 
und Bürgermeister der Region engagieren. Die IG hat der Handwerkskammer bereits 
konkrete und umsetzbare Vorschläge unterbreitet, wie der Standort Schopfheim erhalten und 
gleichzeitig deutlich besser ausgelastet werden kann. Aus Sicht der Kommunen sollte dieses 
Potenzial genutzt werden, anstatt vorschnell eine Schließung in Betracht zu ziehen. 

Für die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister ist klar: Statt den Standort aufzugeben, 
müssen alle Beteiligten gemeinsam nach Lösungen suchen, um die Zahl der 
Auszubildenden in Schopfheim wieder zu erhöhen und die langfristige Zukunft der 
Gewerbeakademie zu sichern. 

Schopfheims Bürgermeister Dirk Harscher betont: „Die Gewerbeakademie ist ein 
unverzichtbarer Baustein der beruflichen Bildung und der Fachkräftesicherung in unserer 
Region. Eine Schließung hätte weitreichende Folgen für das Handwerk, die 
Ausbildungsbetriebe und die jungen Menschen im Wiesental und den angrenzenden 
Gemeinden.“ 

Gerade die wohnortnahe Ausbildung sei ein entscheidender Standortvorteil. Kurze Wege 
erleichtern Auszubildenden den Zugang zur überbetrieblichen Ausbildung und entlasten 
sowohl die jungen Menschen als auch die Ausbildungsbetriebe. Müssten die Auszubildenden 
künftig deutlich längere Anfahrtswege in Kauf nehmen, bestehe die Gefahr, dass sich 
weniger junge Menschen für eine handwerkliche Ausbildung entscheiden oder Betriebe bei 
der Gewinnung von Nachwuchs zusätzlich vor Herausforderungen stehen. 

Darüber hinaus hätte eine Schließung auch erhebliche Auswirkungen auf die 
Berufsorientierung in der Region. Insbesondere die sogenannten JET-Tage, an denen 
Schülerinnen und Schüler verschiedene Ausbildungsberufe praxisnah kennenlernen können, 
würden einen wichtigen Standort verlieren. Gerade das Angebot in Schopfheim ermöglicht 
es jungen Menschen, an einem Ort eine Vielzahl unterschiedlicher Handwerksberufe 
kennenzulernen und erste praktische Eindrücke zu gewinnen. Für die Schulen der gesamten 
Raumschaft wäre der Wegfall dieses Angebots ein herber Verlust. 

Die Kommunen sehen darin nicht nur ein Problem für einzelne Betriebe, sondern für die 
wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region. Das Handwerk sei ein unverzichtbarer 
Pfeiler der regionalen Wirtschaft und leiste einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung 
qualifizierter Arbeitsplätze. 

Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister appellieren daher eindringlich an die 
Verantwortlichen der Handwerkskammer, den Standort Schopfheim nicht vorschnell 
aufzugeben. Vielmehr müsse gemeinsam mit allen beteiligten Akteuren auf Grundlage der 
bereits vorliegenden Vorschläge nach tragfähigen Konzepten gesucht werden, um die 
Auslastung der Gewerbeakademie nachhaltig zu steigern und die Förderfähigkeit wieder zu 
erreichen. 

Harscher: „Die Zukunft des Handwerks entscheidet sich auch vor Ort. Deshalb brauchen wir 
starke Ausbildungsstandorte in der Fläche. Die Gewerbeakademie Schopfheim ist für unsere 
Region von zentraler Bedeutung und verdient eine echte Zukunftsperspektive. Wir fordern 
die Handwerkskammer auf, gemeinsam mit allen Beteiligten die bereits aufgezeigten 
Lösungsansätze aufzugreifen und konstruktiv weiterzuentwickeln, anstatt den Standort zu 
schließen.“ 

Redaktion

Stadt Schopfheim Presse- und Öffentlichkeitsarbeit